Projekte

Beratung, Begleitung und Unterstützung

Hier zeigen wir Ihnen die aktuellen Projekte und Aktivitäten, mit denen wir die Patienten und Angehörigen auf der Station Liebermeister begleiten und unterstützen. Betreuung und Beratung sowie verschiedene Therapieformen, welche die Lebensqualität fördern, sind ein wesentlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Auch möchten wir den langwierigen Aufenthalt der Patienten auf der Station erleichtern, indem wir die Ausstattung ihren Bedürfnissen entsprechend verbessern.

Die Initiative möchte auch in Zukunft auf weitere Anliegen der Patienten und Angehörigen eingehen und neue Aktivitäten anbieten. So würden wir gerne einen Musik- oder Kunsttherapeuten einstellen und durch das Angebot eines Gesprächskreises mehr auf die Probleme der Angehörigen eingehen.

Außerdem wollen wir weiterhin für die Patienten und Angehörigen wichtige Öffentlichkeitsarbeit leisten, indem wir Knochenmark-Typisierungsaktionen, Patiententage und Sponsorenveranstaltungen mit organisieren.


Betreuung

Mittwochs- und Samstags-Café

Zweimal wöchentlich bieten wir den Patienten und Angehörigen nachmittags im Aufenthaltsraum die Möglichkeit, sich kennenzulernen und von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit Kaffee, Tee, Kakao und Kuchen verwöhnt zu werden. Dabei spüren die Patienten, dass Schicksal verbindet und sie nicht alleine mit ihrer Erkrankung sind. Das Café bringt auch ein Stück wohltuenden Alltag in den von der Erkrankung dominierten Tagesablauf. Ernste und heitere Gespräche finden hier im netten Miteinander ihren Raum.

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Ehemals Betroffene unterstützen Patienten

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Wir freuen uns besonders, wenn wir mit ehemaligen Patienten in gutem Kontakt bleiben. So besteht die Möglichkeit, dass sie akut erkrankte Patienten auf der Station Liebermeister besuchen und von ihren persönlichen Erfahrungen erzählen. Da sie selbst den problematischen Weg bis zur Genesung mit seinen auch psychisch schwierigen Phasen z.B. vor und nach der Transplantation erlebt und gefühlt haben, können sie oft besser unterstützen, zuhören, Mut machen und aufklären als andere Menschen.


Bild: Andrea Linke, ehemalige Patientin, im vertrauensvollen Gespräch mit einem Patienten.

Aktives Miteinander auf der Station Liebermeister

Wir möchten den Patienten helfen, ihre Lebensfreude zu stärken oder wiederzufinden, denn oft führt der z.T. monatelange Krankenhausaufenthalt auf der Station zu krisenhaften Situationen mit regressiven Entscheidungen im Sinne von Antriebsarmut, Rückzug oder depressiven Verstimmungen. So besteht im schönen Aufenthaltsraum die Möglichkeit, z.B. unter Anleitung zu basteln oder sich die Zeit mit Gesellschafts- und Kartenspielen zu vertreiben. Auch kurzfristige Aktionen wie Fotoworkshops oder Diashows mit dem Therapeuten Wolfgang Winter-Peter, kleine Konzerte, gemeinsames Singen oder aber Schminkseminare für Frauen mit der DKMS Life bieten wir unseren Patienten gerne an.

Feldenkrais
Musizieren
Feiern
Singen
Sport
Schminken

Beratung

Das begleitende Gespräch


Häufig benötigen Patienten Unterstützung außerhalb des Freundes- und Familienkreises, da sie ihre Angehörigen nicht mit ihren Gefühlen gerade in Krisensituationen belasten möchten. In den Nachmittagsstunden besteht daher für sie die Möglichkeit, mit dem Sozial- und Gesprächstherapeuten Wolfgang Winter-Peter Gespräche über ihre persönlichen Bedürfnisse, Ängste und Sorgen zu führen. Oft steht im Vordergrund der Gespräche, die Patienten zu ermutigen, sich für die eigenen Gefühle zu öffnen und diese zuzulassen. Gerade Krisen erfordern ein empathisches Zuhören, ohne den Patienten durch vorschnelle Ratschläge von seinen Gefühlen zu isolieren. Dies ist nur auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen und Offenheit möglich.

Ein Ziel dieser Gespräche ist, dass Patienten auch in der von Erkrankung bestimmten Gegenwart Zukunftsimpulse erkennen und gestalten können, so dass es ihnen möglich wird, sich für Hoffnung und Mut zu öffnen.

Sozialberatung

Zusätzlich zum Sozialdienst der Uniklinik Bonn bietet die Sozialarbeiterin Cathrin Benöhr einmal in der Woche Beratung in allen sozialrechtlichen Fragen an.

Sie findet am Montag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr entweder im Büro der Initiative (Erdgeschoss, Raum 0035) oder direkt im 4. Stock auf der Station Liebermeister statt.

Anders als bei den üblichen Krankenhaussozialdiensten können sich betroffene Patienten und ihre Angehörigen auch nach der Entlassung an Frau Benöhr wenden.

Zusätzliche Beratungstermine können nach Rücksprache vereinbart werden.

Frau Benöhr berät Sie unter anderem bei folgenden Fragen:

  • Schwerbehindertenausweise
  • Rehabilitationen / AHB / Kuren
  • Lohnfortzahlungen / Krankengeld,
  • finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten
  • Rezeptgebührenbefreiung
  • Erwerbsminderungsrente

Auch für psychosoziale Gespräche, die das Ziel haben, die Patienten und ihre Angehörigenbei der Krankheitsverarbeitung und der Entwicklung einer Zukunftsperspektive zu unterstützen, ist Zeit vorhanden.

Therapie

Progressive Muskelentspannung (PME),
Stressmanagement und Meditation


1929 entwickelte der amerikanische Arzt Edmund Jacobsen die Progressive Muskelentspannung. Er erkannte, dass bei angstvollen Gedanken die sich damit verbundene Anspannung in den Muskeln speichert. Bei der PME werden nun bewusst verschiedene Muskelgruppen kurzzeitig angespannt und wieder gelöst. Dadurch kommt es zu einer tiefen Entspannung. Die PME ist ein inzwischen schulmedizinisch anerkanntes Verfahren, um z.B. Stress, Angst und Schlafstörungen zu lindern. Der Kurs wird geleitet von dem Therapeuten Wolfgang Winter-Peter. Er ergänzt ihn durch kleine geführte Meditationen, welche den ureigenen Atemrhythmus stärken und einer Angstatmung entgegenwirken. Am Anfang des Kurses steht oft eine Einführung in die Ursachen und Wirkungen von Stress.

Feldenkrais

Die Feldenkrais-Methode ist in besonderem Maße dazu geeignet, Krebspatienten bei der Unterstützung ihres kranken Körpers zu helfen. Sie bietet eine Hilfe bei der Mobilisierung positiver Kraftressourcen und bei der Verbesserung der Lebensqualität. Hierbei wird die Aufmerksamkeit auf die gesunden Anteile des Körpers gerichtet. Richtig sind Bewegungen, die sich gut und leicht anfühlen. Gerade unsere durch Bettlägerigkeit und Chemotherapien belasteten Patienten können durch die Feldenkrais-Arbeit eine bessere und wohltuende Körperwahrnehmung erlangen.

Die sehr erfahrene Dipl. Sport- und Feldenkraislehrerin Silvia B. Raabe leitet die Kurse.

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Ausstattung

Aufenthaltsraum


Durch den Einsatz der Leukämie-Initiative konnte erreicht werden, dass der Aufenthaltsraum in der neuen Klinik im Vergleich zur ursprünglichen Planung wesentlich vergrößert wurde. Nur durch diese Vergrößerung haben wir überhaupt die räumlichen Möglichkeiten, unseren Patienten verschiedene Aktivitäten und Therapieformen anbieten zu können. Die Einrichtung des Aufenthaltsraumes wurde durch die Initiative geplant und vollständig finanziert. Dabei galt es, sowohl den Bedürfnissen der Patienten nach Wohnlichkeit als auch brandschutztechnischen Anforderungen und praktischen Gesichtspunkten gerecht zu werden.

Sportgeräte

Zur Unterstützung der medizinischen Therapie ist es hilfreich, dass sich die Patienten im Rahmen ihrer Möglichkeiten und entsprechend dem Therapieverlauf vorsichtig sportlich betätigen können. Daher hat die Initiative drei Trimmräder, einen Crosstrainer und drei Powerstepper gekauft und auf der Station aufgestellt.

Ein Teil dieser Geräte befindet sich auf den Fluren der Station; der andere Teil steht Patienten zur Verfügung, die aufgrund einer Infektion ihre Zimmer – sogenannte Isolierzimmer – nicht verlassen können. Für sie steht mit diesen Geräten auf diesem sehr engen Raum eine zusätzliche Bewegungsmöglichkeit zur Verfügung.

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Angehörigenwohnung

Da Familienangehörige oft einen weiten Anreiseweg haben und die Patienten persönliche Nähe und Fürsorge brauchen, haben sie die Möglichkeit, eine behaglich eingerichtete Wohnung der Initiative kostengünstig anzumieten.